Die Chronik der ZTI Arnsberg

Das Zahntechniker-Handwerk sorgt als Partner der Zahnmedizin für eine gesundheitsverträgliche, qualitativ wie auch technisch hochwertige und in höchstem Maße ästhetische Versorgung der Bevölkerung mit Zahnersatz. Zahnärzte und Zahntechniker erfüllen gemeinsam in unserer Gesellschaft eine wichtige gesundheitspolitische Aufgabe. Seit Jahrzehnten hat sich die arbeitsteilige Partnerschaft von Zahnärzten und Zahntechnikern bewährt, indem die Mundgesundheit der Bevölkerung und deren ausreichende, zweckmäßige und ökonomische Versorgung mit Zahnersatz gewährleistet wurde.

Zur Förderung des fachlichen Wissens und zur Sicherung des eigenen Qualitätsanspruchs haben sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland Zahntechniker-Innungen gegründet. So auch die Zahntechniker-Innung im Regierungsbezirk Arnsberg mit Sitz in Hagen im Jahr 1932 in Hagen. Auch mit dieser Innungsgründung verband sich in erster Linie die Förderung eines qualifizierten Berufsnachwuchses für dieses Handwerk, so dass es bereits im Jahr 1939 zur Gründung einer Fachschule für Zahntechniker für die Kammerbezirke Dortmund und Arnsberg kam.

Seit ihrer Gründung standen folgende Zahntechniker-Meister der Innung als Obermeister vor:

Die Obermeister der Zahntechniker Innung Arnsberg:

1932-1939

Rudolf Scheu

1939-1974

Emil Hohmann

1974-1989

Georg Greif, Wanne-Eickel, Ehrenobermeister

1989-1992

Reinhard - Friedrich Graffenberg

1992-2011

Josef Wagner

seit dem 15.06.2011

Norbert Neuhaus

Auch in jüngster Zeit setzte sich die Innung mit Tatkraft und unter erheblichem finanziellen Aufwand für eine technisch hoch stehende und den Anforderungen der Zeit entsprechende Ausbildungsmöglichkeit im Bereich des Berufskollegs CUNO II in Hagen ein. So wurden zwei Labor- und Werkstatträume der in Hagen bestehenden Bezirksfachklasse mit maßgeblicher finanzieller Förderung der Innung in den Jahren 1995/96 modern ausgestattet.
Wegweisend für ihre Mitgliedsbetriebe und als Schrittmacher bei der Entwicklung moderner und zukunftsfähiger betriebswirtschaftlicher Strukturen innerhalb des Zahntechniker-Handwerks beteiligte sich die Innung an der Errichtung des Kompetenz- und Dienstleistungszentrums des Handwerks in Hagen. Als ein wesentlicher Bestandteil dieses Zentrums verfolgt die in diesem Rahmen entstehende Kooperationswerkstatt das Ziel Kooperationen zahntechnischer Betriebe im Bereich Fertigung und Vermarktung von Zahnersatz, Dienstleistungsangebote etc. zu entwickeln und an die Betriebe zu vermitteln.

Wichtige Daten für die Entwicklung des Deutschen Zahntechniker-Handwerks und somit auch für die Zahntechniker-Innung im Regierungsbezirk Arnsberg:

1910

Generalversammlung des Vorstandes Deutscher Zahntechniker in München, hervorgegangen aus den Innungen der Zahn-Künstler.

1929

Gründung des Reichsverbandes rein gewerblicher zahntechnischer Laboratorien e.V.

1930

Beschluss der Deutschen Handwerksorganisation: "Das Gewerbe der Zahntechniker, die sich nicht mit Heilbehandlung befassen, wird als selbstständiges Handwerk anerkannt."

1932

Gründung der Zahntechniker-Innung im Regierungsbezirk Arnsberg.

1934

Aufnahme der Zahntechniker in die Liste der Vollhandwerker.

1935

Erste Meisterprüfungen bei der Handwerkskammer Dortmund. Einführung der Zwangsmitgliedschaft zu den Innungen.

1936

Gründung der Berufsschule für Zahntechniker in Hagen.

1937

Einrichtung eines Schullabors an der Berufsschule in Hagen-Haspe.

1945

Neubeginn der Innungstätigkeit, jetzt ein Zusammenschluss auf freiwilliger Basis.

1946

Gründung des Haupt-Innungsverbandes in der Britischen Zone.

1951

Gründung des Bundesverbandes der rein gewerblichen zahntechnischen Laboratorien (BGZL).

1951

Das "Ulmer Abkommen" zwischen dem Bundesverband Deutscher Zahnärzte (BDZ) und dem BGZL:
- Zahntechniker verzichten auf eingliedernde Tätigkeit
- Ausbildungsrecht von Lehrlingen obliegt allein den Zahntechnikern
- Zahnärzte verzichten auf Einrichtung von Gemeinschaftslabors
- Dentisten können aufgrund des Zahnheilkundegesetzes zukünftig dem zahnärztlichen Berufsstand zugeordnet werden.

1952

Neuordnung der zahnärztlichen Tätigkeit. Dentisten werden nach Weiterbildung Zahnärzte. Danach erfolgt die zahnärztliche Ausbildung nur noch über ein Hochschulstudium.

1953

Inkrafttreten des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (HWO).

1956

Gründung des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI)

1957

"Hamburger Abkommen" Bestätigung des "Ulmer Abkommens" durch den BDZ und den VDZI.

1958

Erlass des Berufsbildes des Zahntechniker-Handwerks durch den Bundesminister für Wirtschaft.

1974

Durch Urteil des Bundessozialgerichts wird den Zahnärzten und Krankenkassen auferlegt, u. a. auch die Versorgung mit Kronen und Brücken als Bestandteil in die Verträge aufzunehmen.

1977

Das Zahntechniker-Handwerk wird mit Erlass des Krankenversicherungs- Kostendämpfungsgesetzes in die Reichsversicherungsordnung (RVO) einbezogen.

1981

Erlass des Kostendämpfungs Ergänzungsgesetz. Unter anderem dirigistisch verfügte Absenkung der vereinbarten Vergütungen um fünf Prozent.

1982

Einführung des Bundeseinheitlichen Leistungsverzeichnisses für Zahntechnische Leistungen (BEL-I).

1988

Erlass des Gesundheitsreformgesetzes (GRG) .

1992

Erlass des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) .

1993

Einführung des BEL-II.

1994

Novellierung der Handwerksordnung.

1994 -
1995

Übergabe der neueingerichteten Labore in der Cuno-Berufsschule. Finanzierung durch die Innungsmitglieder.

1997

Inkrafttreten der GKV-Neuordnungsgesetze (1. + 2. NOG).

1998

Einführung der Festzuschüsse für Zahnersatz, damit Wegfall der BEL-II.

1999

Inkrafttreten des GKV-Solidaritätsstärkungsgesetzes. Wiedereinführung der Sachleistung Zahnersatz und des BEL-II.

Aktuelles:

24.01.12 10:00

Studie: Deutsche Zahnärzte machen einen exzellenten Job

Rund 91 Prozent der Deutschen sind mit ihrem Zahnarzt "zufrieden" beziehungsweise "sehr zufrieden".


16.01.12 18:54

Medienberichte zu den Zahnersatzkosten

Landesinnungsmeister Kruchen warnt vor Panikmache


8.12.11 08:30

Zahnersatz – für jeden Fall eine individuelle Lösung

Infotag des KpZ: Experten beraten zu Materialien und Versorgungen